Kontaktallergie bei Schmuck: Dein umfassender Guide

  • Kontaktallergien, oft durch Nickel in Schmuck ausgelöst, betreffen etwa 25% der Bevölkerung und können sich Jahre nach dem ersten Kontakt manifestieren.
  • Trotz strenger EU-Richtlinien findet Nickel immer noch seinen Weg in Schmuck, besonders bei preisgünstigen Optionen. Daher ist es wichtig, geprüften, REACH-zertifizierten Schmuck zu kaufen.
  • Um Hautreaktionen zu vermeiden, sollte man biokompatiblen Schmuck, insbesondere aus Titan, tragen.

    Schätzungen zufolge leiden etwa 25% der Bevölkerung an einer Kontaktallergie, häufig ausgelöst durch Duftstoffe oder das Tragen von Schmuck, insbesondere Schmuck mit Nickelanteilen. Symptome reichen von juckender Haut und brennenden Stellen bis hin zu Bläschen oder Quaddeln.

    Hautreizung

    Wie entsteht eine Kontaktallergie?

    Wie der Name impliziert, wird eine Kontaktallergie durch direkten Hautkontakt mit einem auslösenden Allergen wie z.B. Nickel verursacht, das in Schmuckstücken enthalten sein kann. Diese Reaktion führt zu einer übermäßigen Immunreaktion, die sich über Symptome wie Bläschen, Quaddeln oder roten, juckenden Ausschlag manifestiert. Kontaktallergien gehören zu den Spättypallergien, sodass allergische Reaktionen mit einer Verzögerung von 24 bis 72 Stunden auftreten können. 

    Die Sensibilisierungsphase

    Bevor eine allergische Reaktion auftritt, gibt es eine sogenannte Sensibilisierungsphase. Bei erstmaligem Kontakt mit dem Allergen, z.B. Nickel, bildet der Körper Antikörper. Diese Antikörper können bei wiederholtem Kontakt dann eine allergische Reaktion auslösen. Daher manifestiert sich eine Kontaktallergie möglicherweise erst nach vielen Jahren. Anders als bei bestimmten anderen Allergien ist eine Hyposensibilisierung bei einer Kontaktallergie nicht effektiv.

    Um allergische Reaktionen zu vermeiden, ist es essenziell zu wissen, aus welchen Metallen der Schmuck besteht. Nickel sowie andere häufig in Schmucklegierungen enthaltene Metalle wie Kobalt, Palladium und Chrom können Allergien auslösen.

    Epikutantest Allergie

    Wie erkenne ich eine Kontaktallergie?

    Die Vorstellung einer Kontaktallergie kann durch einen Epikutantest (Patch-Test) erfolgen. Der Dermatologe legt Pflaster mit den mutmaßlichen Allergenen auf den Rücken des Patienten an. Innerhalb von 1 bis 2 Tagen prüft er, ob eine allergische Reaktion aufgetreten ist. Im Fall einer bestätigten Allergie ist es wichtig zu erkennen, dass diese für den gesamten Körper gilt. Da die Haut den gesamten Körper bedeckt, kann eine allergische Reaktion überall stattfinden.

    Insbesondere bei Nickelallergien kann die Reaktion an einer Stelle (z. B. dem Bauch durch eine nickelhaltige Gürtelschnalle) auch an anderen Stellen (z.B. den Ohren bei nickelhaltigen Ohrringen) auftreten. Es ist zu beachten, dass ein Allergietest stets nur den aktuellen allergischen Status widerspiegelt. Eine Kontaktallergie kann sich auch, wie bereits oben erwähnt, Jahre nach einem negativen Testergebnis entwickeln.

    Nickel Symbol

    Kontaktallergie bei Schmuck

    Eine Nickelallergie ist die häufigste Form der Kontaktallergie, die durch das Tragen von Schmuck verursacht wird. Andere Metalle wie Cobalt können ebenfalls Allergien auslösen. Nickel wird oft in Modeschmuck aber auch in Echtschmuck verwendet, um die Robustheit und Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen.

    Trotz strengerer EU-Richtlinien zur Nickelverwendung ist es wichtig, die Materialien Deines Schmucks zu kennen. Nickel findet auch heute noch immer wieder seinen Weg in den Schmuck, besonders bei preisgünstigen Optionen. Länder außerhalb der EU haben zudem andere Grenzwerte für den Nickelgehalt, und Stichproben zeigen oft, dass diese Grenzwerte überschritten werden.

    Mit zunehmender Umweltverschmutzung, Stress und steigendem Hygienebewusstsein ist zu erwarten, dass immer mehr Menschen in den kommenden Jahrzehnten an Kontaktallergien leiden werden. Wie kannst Du also Hautreaktionen durch Schmuck vermeiden?

    Vermeide Schwermetalle

    Versuche vor allem allergieauslösende Materialien wie Nickel und andere Schwermetalle zu vermeiden und kaufe geprüften Schmuck. Bei Nickel gibt es Richtlinien wie die REACH-Verordnung der EU, die den Maximalanteil von Nickel in Gegenständen regelt. Achte beim Kauf von Schmuck darauf, dass dieser REACH-zertifiziert ist.

    Versuche zudem auch andere Gegenstände, die allergieauslösende Materialien enthalten, wie nickelhaltige Brillengestelle, Gürtelschnallen oder Lebensmittel, zu vermeiden.

    Titan Symbol

    Trage biokompatiblen Schmuck

    Schaue, dass Du nur Schmuck trägst, der biokompatibel ist, also nicht mit Deinem Gewebe / Deiner Haut reagiert. Titan und Platin sind hier besonders geeignet. Aufgrund der Tatsache, dass Platin zu den teuersten Materialien auf unserer Welt gehört und Platinschmuck somit ausgesprochen teuer ist, hat sich vor allem Titan als Schmuck für Allergiker bewährt.

    Titan hat eine natürliche Silberfarbe und kann mit einer speziellen Legierung in Goldoptik überzogen werden, die die gleichen positiven Eigenschaften wie das Ausgangsmaterial aufweist. Titan ist nicht nur hautfreundlich, sondern auch sehr leicht, was es zur idealen Wahl für Erstschmuck macht. Du kannst Titanschmuck auch beim Schwimmen oder Sport tragen, da er sehr korrosionsbeständig ist.

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    Quellen

    Schmuckallergie – o je, du fröhliche, Hautarzt Zentrum Kiel, https://www.hautarztzentrum-kiel.de/schmuckallergie/

    Kontaktallergie, NetDoktor, https://www.netdoktor.de/krankheiten/kontaktallergie/

    Wenn Schmuck krank macht, Hamburger Abendblatt, https://www.abendblatt.de/ratgeber/article107694240/Wenn-Schmuck-krank-macht.html

    Was ist eine Kontaktallergie?, Die Techniker, https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/allergien-und-unvertraeglichkeiten/was-ist-eine-kontaktallergie-2021324

    "Titanschmuck für maximale Hautverträglichkeit"

    nonu.Berlin