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Artikel: Nickelfreier Schmuck: Dein umfassender Leitfaden für hypoallergenen Schmuck

Nickelfreier Schmuck: Dein umfassender Leitfaden für hypoallergenen Schmuck

Hast Du schon einmal Schmuck getragen, der plötzlich Juckreiz, Schwellungen oder Rötungen verursacht hat? Damit bist Du nicht allein: Rund 15 % der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einer Nickelallergie, einer häufigen Kontaktallergie, die oft durch das Tragen von Schmuck ausgelöst wird.

In diesem Artikel erfährst Du, was eine Nickelallergie genau ist, wie Du sie erkennst und welcher Schmuck für Allergiker am besten geeignet ist.

Was ist eine Nickelallergie?

Eine Nickelallergie entsteht, wenn Dein Immunsystem Nickel irrtümlich als schädlich einstuft und darauf mit einer Abwehrreaktion reagiert. Nickel ist zwar grundsätzlich ein lebenswichtiges Spurenelement, in zu großen Mengen aber problematisch.

Schmuckstücke enthalten oft Nickel, welches durch den Schweiß freigesetzt wird und dann allergische Symptome hervorruft. Trotz bestehender EU-Richtlinien (REACH-Verordnung) überschreiten viele Schmuckstücke häufig die zulässigen Grenzwerte.

Typische Symptome einer Nickelallergie:

Die häufigsten Anzeichen einer Nickelallergie sind:

  • Juckreiz, Schwellungen und Rötungen
  • Hautausschläge oder Ekzeme
  • Bläschenbildung, Entzündungen oder sogar leichte Blutungen

Die Symptome treten meist lokal auf, besonders bei Ohrschmuck und Piercings. Falls Du solche Symptome bemerkst, solltest Du den Schmuck sofort entfernen und die Stelle gründlich reinigen.

Wie erkennst Du, ob Du eine Nickelallergie hast?

Um sicherzugehen, ob Du eine Nickelallergie hast, kannst Du beim Hautarzt einen Epikutantest (Pflastertest) durchführen lassen. Hierbei werden potentielle Allergene auf Deine Haut aufgetragen und Reaktionen überprüft.

Wie bekomme ich eine Nickelallergie?

Bevor eine Nickelallergie sich bemerkbar macht, geht eine Sensibilisierungsphase voraus. In dieser Phase "lernt" unser Immunsystem, Nickel als schädlich einzustufen und eine Reaktion darauf auszulösen. Die Dauer dieser Phase variiert stark von Person zu Person.

Bei einigen Menschen kann es Jahre dauern, bis eine spürbare Reaktion auftritt. In anderen Fällen, wie zum Beispiel bei frisch gestochenen Piercings oder bei Hitze und starkem Schwitzen, kann eine erste Reaktion bereits nach wenigen Wochen oder Monaten auftreten.

Je länger und häufiger Du nickelhaltigen Schmuck trägst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du irgendwann eine Nickelallergie entwickelst. Daher wird eine solche Allergie oft erst recht spät bemerkt.

Warum sind Ohrringe und Piercings besonders problematisch bei einer Nickelallergie?

Eine Kontaktallergie, wie die Nickelallergie, äußert sich besonders häufig beim Tragen von Ohrringen und Piercings. Der Schmuck liegt hier sehr nah auf der Haut, was die Reaktion des Immunsystems auf Nickel verstärken kann. Zudem können Ohrlöcher oder Piercings, die noch nicht vollständig verheilt sind, besonders empfindlich auf nickelhaltigen Schmuck reagieren. Daher ist es bei Ohrringen und Piercings besonders wichtig, das richtige Material für Deinen Schmuck zu wählen.

Welchen Schmuck kannst Du bei einer Nickelallergie tragen?

Bei einer Nickelallergie sind Schmuckstücke aus biokompatiblen Materialien die sicherste Wahl. Hier findest Du eine Übersicht der Materialien und ihre Eignung für Allergiker:

1. Titan (uneingeschränkt empfohlen)

Titan ist vollständig nickelfrei, biokompatibel und wird sogar für medizinische Implantate genutzt. Es verursacht keine allergischen Reaktionen, ist leicht, robust und wasserfest. Bei nonu.Berlin nutzen wir ausschließlich medizinisches Titan (Titan Grade 5) für unsere Ohrringe und Piercings.

2. Platin (uneingeschränkt empfohlen)

Platin ist biokompatibel und nahezu immer nickelfrei. Es ist sehr hautfreundlich, aber deutlich teurer und seltener als andere Metalle.

3. Gold (bedingt empfohlen)

Reines 24-karätiges Gold (99,9 %) ist biokompatibel, aber zu weich für Schmuck. Achte auf mindestens 18-karätiges Gold, das meist gut verträglich ist, aber dennoch kleine Mengen Nickel enthalten könnte.

4. Edelstahl 316L (bedingt empfohlen)

Edelstahl (Chirurgenstahl) enthält zwar Nickel, setzt es aber kaum frei. Deshalb gilt er als hypoallergen. Insbesondere Halsketten aus Edelstahl, die nur auf der Haut aufliegen, sind meist gut verträglich. nonu.Berlin bietet daher hochwertige Halsketten aus Edelstahl 316L an.

5. Silber (nur bedingt empfohlen)

Sterling Silber (925er Silber) enthält oft Nickel und andere Metalle. Rein theoretisch ist Silber gut verträglich, praktisch aber durch Legierungen für Allergiker problematisch.

6. Kunststoff (nur bedingt empfohlen)

Hypoallergene Kunststoffe sind selten und oft nicht nachhaltig. Kunststoffhülsen, die über Schmuckstifte gezogen werden, sind eine mögliche, aber oft unpraktische Lösung.

Vorsicht bei Begriffen wie „hypoallergen“ und „nickelfrei“!

Die Bezeichnung „hypoallergen“ bedeutet lediglich „weniger allergieauslösend“ und garantiert keine völlige Sicherheit. Ebenso ist „nickelfrei“ oft nicht vollständig zutreffend, da Schmuckstücke meist nur eine nickelfreie Oberfläche besitzen. Achte daher genau auf Materialangaben.

Laut Stiftung Ökotest werden die Grenzwerte regelmäßig überschritten, sogar von großen Schmuckmarken. Daher ist es wichtig, nicht blindlings auf die Angaben der Hersteller zu vertrauen.

Tipps für den Schmuckkauf bei Nickelallergie:

  • Entscheide Dich für biokompatible Materialien wie Titan, Platin oder hochkarätiges Gold (mindestens 18k).
  • Sei vorsichtig bei Schmuckstücken, die als „nickelfrei“ oder „hypoallergen“ beworben werden, und prüfe genau, welches Material verwendet wird.
  • Wähle vertrauenswürdige Marken, die transparente Informationen zur Herkunft ihrer Materialien bereitstellen.

Gehämmerte Titancreole in Silber

Die gute Nachricht ist also vor allem, dass Du trotz einer Nickelallergie nicht auf Schmuck verzichten musst!

Bei nonu.Berlin nutzen wir für unsere Ohrringe und Piercings ausschließlich Titan, d.h. ein Material, das auch in der Medizintechnik für Implantate verwendet wird. Edelstahl 316L verwenden wir für unsere Halsketten, da diese nur auf der Haut auffliegen, und somit eine sehr hohe Hautverträglichkeit gewährleistet ist,

Sichere Dir daher nun Deinen wunderschönen, nickelfreien Schmuck, den Du auch als Allergiker bedenkenlos und mit Freude tragen kannst. 

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Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Quellen
  • Ahlström MG, Thyssen JP, Menné T et al.: Prevalence of nickel allergy in Europe following the EU Nickel Directive – a review. In: Contact Dermatitis 2017, 77: 193-200
  • F. Williams, Biocompatibility of Clinical Implant Materials 1981, 1 99-127

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